Sommerfest mit Nicole Bracht-Bendt

Diepholzer Kreisblatt


Zum Sommerfest des FDP-Ortsverbandes Samtgemeinde Barnstorf konnte Vorsitzender Reinhard Börger auch den Landtagsvizepräsidenten Hans-Werner Schwarz begrüßen, der zu lande- und bundespolitischen Themen Stellung bezog.

Kleiner Abstecher in die große Politik

FDP-Ortsverband Samtgemeinde Barnstorf feierte traditionelles Sommerfest / Zwei Einrichtungen in Barnstorf besucht

BARNSTORF. Leckereien vom Grill und dazu eine gute Portion Politik prägten das Sommerfest des FDP-Ortsverbandes Samtgemeinde Barnstorf. Zahlreiche Besucher hatten sich im eigens blau-gelb geschmückten Dorfgemeinschaftshaus in Aldorf versammelt, um in lockerer Runde zu plaudern. Dazu waren neben interessanten Mitgliedern und Bürgern auch Samtgemeindebürgermeister Jürgen Lübbers sowie Landtagsvizepräsident Hans-Werner Schwarz erschienen.

In seiner Eröffnungsrede unternahm Ortsverbandsvorsitzender Reinhard Börger gleich einen kleinen Abstecher in die große Politik. Er forderte einen "Klimagipfel" für die Koalition im Bund, deren Auseinandersetzungen eines der Themen des Abends waren. Auch Landtagsvizepräsident Hans-Werner Schwarz warf einen Blick nach Berlin. Dabei ging er auf die zusätzliche Plenarsitzung am 1. Juli ein, die wegen der Neuwahl des Bundespräsidenten notwendig sei, und kritisierte die persönliche Profilierung einzelner Politiker im Zuge der Debatte um die Bundespräsidentenwahl. Der Bürger erwarte von der Politik keine Beschäftigung mit sich selbst, sondern Arbeit an den anstehenden Themen.

In der Landespolitik bedauerte Schwarz einen Aderlass an Persönlichkeiten quer durch alle Parteien des niedersächsischen Landtags. Nach dem Weggang von Philipp Rösler, Ursula von der Leyen und anderer gehe nun noch der Ministerpräsident Christian Wulff. Er sein der jetzigen Situation. trotz aller Wertschätzung für den Kandidaten Joachim Gauck, mit seiner politischen Erfahrung der passende Kandidat, stellte Schwarz fest. Er ging in seiner Rede auch auf den aktuellen Stand in Sachen Landtagsneubau und die Haushaltspolitik des Landes Niedersachsen ein.

Auch FDP-Kreisvorsitzender Dr. Marco Genthe ging auf die Bundespolitik ein und forderte ein Klarstellen der Fakten sowie einen "bürgerlichen Umgangston" in der Koalition. Hinsichtlich der Kommunalwahl 2011 forderte er, dass bei allen bundespolitischen Themen nicht die gute Arbeit der Kommunalpolitik vergessen werden dürfte. Barnstorf habe einen der aktivsten Ortsverbände, würdigte Dr. Genthe das Engagement der hiesigen Liberalen.

Ein Lob für die Arbeit an der Basis gab es auch von Samtgemeindebürgermeister Jürgen Lübbers. Er hob die FDP-Fraktion für ihre beispielhafte Bürgerbeteiligung hervor, unter anderem durch das traditionelle Sommerfest sowie zahlreiche Fraktionssitzungen an den verschiedensten Orten in der Samtgemeinde Barnstorf. In einer Dia-Schau ging Lübbers auf die jüngsten Entwicklungen in Barnstorf ein, unter anderem auf das bereits weit fortgeschrittene Bauprojekt "Wohnen 50 plus". Klimaschutzkonzept, Sporthallenbau und Flurbereinigung waren weitere Themen des abendlichen Vortrags.

Bereits am Nachmittag hatten Vertreter Des Ortsverbandes und Samtgemeindebürgermeister Lübbers wei Einrichtungen in Barnstorf besucht. Dabei wurden sie von der frauenpolitischen Sprecherin der FDP-Bundestagsfraktion, Nicole Bracht-Bendt, begleitet. Der Weg führte zunächst in das DRK-Seniorenheim. Die Gäste erhielten einen Einblick in das Pflegekonzept des Hauses und Informierten sich über die neuen Wohngruppen, die insbesondere für die an Demenz erkrankten Bewohner förderlich sind.

Beim anschließenden Besuch des Mehrgenerationenhauses wurde das vielfältige Angebot aufgezeigt, das mit einem großen ehrenamtlichen Engagement verbunden ist. Nicole Bracht-Bendt brachte projektbezogene Arbeiten ins Gespräch, da viele Menschen wegen der unabsehbaren zeitlichen Anforderungen vor dem ehrenamtlichen Engagement zurückschreckten. Aufgrund leerer öffentlicher Kassen und wachsender Aufgaben im sozialen Bereich werden ehrenamtliche Tätigkeiten von allen Bürgern in Zukunft immer notwendiger, unterstrich die Bundestagsabgeordnete aus dem Landkreis Hamburg.